Expressionismus der frühen Jahre
Wirklich zu malen begann er erst nach seiner Rückkehr aus dem Krieg.
Die ersten Werke sind geprägt von einer fast gewalttätigen Kraft, plumpen Wuchtigkeit und leuchtenden Farben. Schon in seinem Frühwerk entwickelt Boeckl einen eigenständigen, stark expressiven Stil, der seine Werke in einer Randzone des "Geradenochgegenständlichen" stellt.

Farbe als Bildsprache
Farbe wird und bleibt prägendes Ausdrucksmittel. Andere Darstellungselemente wie Linien, Licht und Modellierung treten immer mehr zurück, aber ihre Funktionen sind erfüllt. Es scheint als wären sie von der Farbe übernommen. Die Bilder der frühen zwanziger Jahre scheinen geradezu von der Farbe zu leben. Es überwiegen wenige, ungemein leuchtende Farben, die teilweise in harten Kontrasten zueinander stehen.
Mit Farbe wird das Naturvorbild von Landschaften, Menschen und Häusern verwandelt in farbige Flecken, Haufen und Linien. Sie sind teils dickflüssig und großzügig aufgetragen, dass sie wie geknetet wirken. Farbe wird so zum Farbmaterial, mit dem Bilder gebaut werden.
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Eichelhäher
1922,
Öl/L, 53 x 60 cm
Privatbesitz/Wien