Totes Gebirge
(Elmberg/Dachstein)
1949, Aquarell/Papier
Graph. Sammlung
Albertina/Wien
Seiner Zeit voraus

Herbert Boeckl war dem Kunstsinn seiner Zeit immer weit voraus. Erst im Nachhinein fanden viele seiner Werke die gebührende - auch internationale Würdigung. So besteht eine krasse Diskrepanz zwischen der kulturpolitischen Bedeutung, die Boeckl in der österreichischen Kunst des 20. Jahrhunderts einnimmt und seiner internationalen Bekanntheit.

Schon 1947 meinte der damalige Direktor der Albertina, Otto Benesch:

"Boeckl hat es seinen Zeitgenossen nie leicht gemacht, seine Werke auf den ersten Blick zu verstehen und richtig einzuschätzen. Auch die Freunde, die von frühen Jahren an seine Laufbahn verfolgten, standen immer wieder verwirrt, überrascht, ratlos vor jeder neuen Wendung, die seine Kunst genommen hatte, da alle Maßstäbe zu ihrer richtigen Einschätzung zu fehlen scheinen. Dass da eine große künstlerische Kraft am Werk ist, war allen Einsichtigen bald klar, doch wie zu wissen ob sie nicht in die Irre ging?"
>> weiter