Bildnis Wertheimstein
1921, Öl/Holz, 65 x 51 cm, Museum Leopold/Wien

Die Erfindung einer eigenen Bildform und Farberscheinung treibt Boeckl hier am weitesten.
Er arbeitet förmlich mit dem Material Farbe.
Die Gestalt wirkt wie aus Lehm geknetet, die ausgetrocknete Farbe hat tausend Runzeln darüber gezogen. Bewusst wird auf schöne Zeichnung, Modellierung und Lichtschattenverteilung verzichtet.
Der angesehenen Wiener Bürger wirkt grotesk verformt, beinahe hässlich.