"Dieser Maler war unter vielen ausgezeichnet durch eine Begabung, die über einen riesigen Körper triumphierte, darin ein sehr ängstliches Herz klopfte. Die düstere und feierliche Freiheit, mit der die Bilder seiner Jugend gemalt sind, habe ich bei keinem anderen Maler wiedergefunden. Es sind starke und heftige Gefühle, die Herbert Boeckl ein Leben lang versuchen, erschüttern und quälen.
Eine lustvolle Bereitwilligkeit für das Leid und den seelischen Schmerz befähigten ihn zu einer Malerei von größter Empfindsamkeit. Wenn dieser Mensch und Maler, der von äußerster seelischer Zartheit ist, ein Leben voll von Arbeit und übervoll an Enttäuschungen durchsteht, dann müssen es geheime Mächte sein, die ihn erhalten."

Fritz Wotruba über seinen Künstlerkollegen, 1964

Boeckl malt seinen
Hund Lux, 1916
Zur Zeit des Kriegsendes, 1945
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